Made in Asia – Jubiläumsausstellung im Hopp Museum

Nahezu alle asiatischen Kulturrichtungen werden im Rahmen der „Made in Asia“-Ausstellung im Ferenc-Hopp-Museum für Asiatische Kunst vorgestellt. Das Hopp Museum feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum und gilt bis heute als Ungarns wertvollstes Kulturfenster in den Fernen Osten – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

Péter Fekete, Staatssekretär für Kultur, erinnerte bei der Eröffnungsfeier daran, dass der Kunstsammler Ferenc Hopp seine reiche Sammlung aus über 4.000 Kunstschätzen und seine Villa in der Andrássy út vor exakt 100 Jahren dem ungarischen Staat geschenkt hat. Die Bedingung für die Schenkung war, dass in der Villa ein Museum für asiatische Kunst einzurichten ist.

Die Ausstellung feiert noch ein weiteres Jubiläum: vor 150 Jahren fand unter der Führung des bekannten Zoologen und angesehenen Wissenschaftlers János Xántus die erste ungarische Asien-Expedition statt. Ab 1872 war Xántus der erste Direktor des „Ethnografischen Museums Budapest“ und hatte die Möglichkeit, während seiner Amtsjahre mehrere große Studien- und Sammelreisen durch Asien zu unternehmen.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts haben neben Hopp noch weitere Ungarn asiatische Kunstschätze gesammelt. Die meisten haben ihre Sammlungen dem Staat vermacht, welche nun ebenfalls Teil der Sammlung des Hopp Museums sind – fügte Fekete ergänzend hinzu.

Die Jubiläumsausstellung wird durch eine Auswahl dieser Kunstwerke die asiatische Kultur in all ihren Facetten und kulturellen Blütezeiten vorstellen. Daher sind bei der Ausstellung nahezu alle asiatischen Kulturrichtungen, wie die japanische, chinesische, koreanische, indische, südostasiatische, mongolische, tibetische, nepalesische, sowie nahöstliche Kultur vertreten.

Museumsdirektorin Györgyi Fajcsák betonte, dass die Ausstellung eine Zusammenfassung und gleichzeitig Respektbekundung vor der 150-jährigen Asienforschung und der 100-jährigen Vergangenheit des Museums ist.

Die Sammlung des Hopp Museums kann heute rund 30.000 Kunstschätze, sowie 20.000 Dokumente und Fotos ihr Eigen nennen. Die Museumsbibliothek umfasst 40.000 Sachbücher und literarische Werke. Das Museum möchte mit seiner Sammlung ein authentischer Übermittler der gesamtasiatischen Kunst und Kultur sein – teilte die Direktorin mit.

Die Ausstellung sowohl im Museumsgebäude als auch in dessen Garten kann bis zum 30. August 2020 besichtig werden.