Neue Werke des Kunstgewerbemuseums im Várkert Bazár

Rund 200 Kunstwerke präsentiert das Ungarische Museum für Kunstgewerbe (IMM) seit Mitte Juli 2019 im Gardistenpalast (Testőrpalota) des Burggarten-Basars. Unter dem Titel „Szubjektív“ zeigt die Ausstellung u.a. in den letzten zwei Jahrzehnten aufwendig restaurierte Kunstwerke, sowie die Arbeit der Restaurateure und Kuratoren hinter den Kulissen eines so großen und traditionsreichen Museums.

Fünf Jahre mussten vergehen, bis die Bürger von Budapest ihren seit 30 Jahren verfallenen Burggarten-Basar endlich renoviert wiederbekamen. Schnell wurde der Basar als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen, sowie eine kulturelle Hochburg für diverse Kunstrichtungen. Es ist also keine Überraschung, dass sich Zoltán Cselovszki, Generaldirektor des Kunstgewerbemuseums, diese ikonische Location für die aktuelle Ausstellung ausgesucht hat. Da das prunkvolle Museumsgebäude in der Üllö utca aktuell und noch bis Ende 2020 renoviert wird, hat man die Kunstwerke der Ausstellung nun nach Buda umziehen lassen.

Cselovszki betonte, dass es wichtig sei, dem Publikum während der dreijährigen Arbeiten am Museum die Möglichkeit zu bieten, die Schätze des Hauses weiterhin besichtigen zu können. Hierfür bietet die jüngste Kollaboration mit dem Burggarten-Basar eine ideale Möglichkeit. Die aktuelle Ausstellung ist der erste Teil von insgesamt 6 geplanten Kulturhighlights.

Das Ungarische Museum für Kunstgewerbe hat seine Kollektion seit der Jahrtausendwende um 10.000 Kunstschätze erweitert. Eine exklusive Auswahl von 200 Werken wird nun in der aktuellen Ausstellung präsentiert. Das Ziel hierbei ist es, dem Besucher einen Überblick über die einzelnen Kunstbereiche der Museumssammlung zu zeigen. Deshalb werden zum Beispiel neben historischen Werkzeugen auch sakrale Objekte, sowie autonome Kunstwerke vorgestellt.

Àgnes Prékopa, Kunsthistorikerin und Kuratorin der Sammlung, informierte, dass man sehr streng selektieren muss, um dem Publikum einen vernünftigen Querschnitt aus den zahlreichen Kunstwerken des Museums vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart darzubieten. Die Auswahl bleibt dennoch subjektiv, womit sich auch der Titel der Ausstellung erklären lässt.

Der Besucher gewinnt auch einen Einblick in die Arbeit der Restaurateure und lernt den Zweig des Kunstgewerbes besser kennen. Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2020 zu sehen, sie beinhaltet auch museumspädagogische Beschäftigungen, sowie weiterführende Programme.
Alle Informationen zu der Sammlung, sowie zum Burggarten-Basar unter https://varkertbazar.hu/en.